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Praxisgründung in Deutschland

Die Gründung einer eigenen Osteopathiepraxis kann eine aufregende und lohnende Herausforderung sein. Es gibt jedoch einige grundlegende Schritte und rechtliche Vorgaben, die Du beachten solltest, um erfolgreich zu starten.

1. Berufszulassung und Ausbildung

Osteopathie ist in Deutschland als Heilkunde anerkannt und darf nur von Ärztinnen oder Heilpraktikerinnen ausgeübt werden. Das bedeutet, dass Du entweder eine ärztliche Approbation oder die Heilpraktikererlaubnis benötigst, bevor Du eine Praxis eröffnen darfst. Zudem sollte Deine Ausbildung den hohen Qualitätsstandards entsprechen, wie sie beispielsweise von der Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie (BAO) empfohlen werden. Diese Ausbildungsstandards beinhalten mindestens 1.350 Unterrichtsstunden und eine klinische Abschlussprüfung.

2. Praxisstandort und Ausstattung

Ein gut gewählter Standort ist entscheidend für den Erfolg Deiner Praxis. Achte darauf, dass Deine Praxis für Patient*innen gut erreichbar ist und in einer Region liegt, die Nachfrage nach osteopathischen Behandlungen aufweist. Zusätzlich musst Du sicherstellen, dass Deine Praxis den gesetzlichen Anforderungen entspricht, was beispielsweise hygienische Standards und Barrierefreiheit angeht.

3. Finanzen und Versicherungen

Eine solide finanzielle Planung ist unerlässlich. Erstelle einen Businessplan, der alle Kosten – von der Praxismiete über die Einrichtung bis hin zu laufenden Betriebsausgaben – abdeckt. Du solltest auch sicherstellen, dass Du über die nötigen Versicherungen verfügst, wie eine Berufshaftpflichtversicherung, die im Gesundheitswesen besonders wichtig ist, um Dich gegen mögliche Schadensersatzforderungen abzusichern.

4. Marketing und Patientenakquise

Eine klare Positionierung Deiner Praxis und ein durchdachtes Marketingkonzept helfen Dir, schnell bekannt zu werden und Patient*innen zu gewinnen. Nutze sowohl Online-Marketing als auch traditionelle Wege wie Flyer oder lokale Werbung. Eine eigene Website sowie Einträge in Fachverzeichnissen können Dir helfen, Deine Sichtbarkeit zu erhöhen.

5. Rechtliche Rahmenbedingungen und Formalitäten

Vor der Eröffnung musst Du verschiedene Genehmigungen einholen, wie beispielsweise die Anmeldung beim Gesundheitsamt. Zudem musst Du Dein Gewerbe anmelden und sicherstellen, dass Du die steuerlichen Anforderungen erfüllst. Es ist ratsam, Dich frühzeitig mit einem Steuerberater und einem Anwalt für Medizinrecht abzustimmen, um alle rechtlichen Fallstricke zu vermeiden.

Weitere Informationen findest Du auf:
Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie (BAO)
Osteopathie.de

Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.

Rednerpult bei Kongress

Im Rahmen der 6. Fachtagung für Osteopathie in Wien wurden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie gesundheitspolitische Entwicklungen thematisiert. Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die gesetzliche Anerkennung der Osteopathie als eigenständiger Gesundheitsberuf in Österreich.

Gesetzesbuch mit Titel Berufsgesetz Osteopathie auf Schreibtisch

Die Diskussion um ein Berufsgesetz für Osteopathie in Deutschland wird derzeit von verschiedenen Verbänden unterschiedlich geführt. Während einige Organisationen eine gesetzliche Regelung befürworten, verweisen andere auf die bestehende Rechtslage.

Ein eigenständiges Berufsgesetz für Osteopathie existiert aktuell nicht. Die Ausübung bleibt weiterhin an die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde gebunden.

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